Archive for the 'Politics' Category

SPD: Mindestlöhne

Monday, May 19th, 2008

Note: Once again this blog is in German as it deals with German politics and draws on quotes from German sources.

Mal wieder ein deutschsprachigen Blog. Habe gerade folgendes gelesen:

Elke Ferner, Vize-Fraktionschefin der SPD im Bundestag, schloss sich der Forderung an. Im oberen Bereich der Einkommensteuer sehe sie noch Luft, sagte die Politikerin vor einer Sitzung des SPD-Präsidiums in Berlin. Für eine soziale Umverteilung von oben nach unten müssten Spitzenverdiener mit mehr als 500.000 Euro Jahreseinkommen stärker belastet werden. Außerdem mahnte sie Mindestlöhne an: “Der Schlüssel zur Vermeidung von Armut sind existenzsichernde Löhne. Immer mehr Menschen bekommen ergänzendes Arbeitslosengeld II, weil sie zu niedrige Löhne haben, um überhaupt davon leben zu können.”

Es ist immer wieder schockierend, wie blind und inkompetent manche hochrangigen deutschen Politiker doch sind.

Der Schlüssel zur Vermeidung von Armut ist Bildung und nichts anderes. Mindestlöhne werden hingegen die Arbeitsplätze der Erwerbstätigen vernichten, deren Produktivität unter dem gesetzlich angesetzten Mindestlohn liegen. Das ist keine abstrakte Theorie, sondern vollkommen logisch - warum sollte ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer mehr zahlen, als er/sie dem Arbeitgeber wert ist? Diese Leute werden dann entlassen - und der Staat muss dann noch höhere Transferleistungen zahlen. Ein Teufelskreis aus dem es nur einen Ausweg gibt: Bildung.

Immer mehr Menschen bekommen ergänzendes Arbeitslosengeld II, weil sie mangels Bildung nicht mehr Geld verdienen koennen. Kurzfristig kann diesen Menschen vielleicht durch Umverteilung geholfen werden, aber langfristig wird das Problem nur durch eine grundlegende Reform des Bildungssystems gelöst.

Dazu hört man von der SPD leider sehr wenig - vermutlich weil es den meisten hochrangigen SPD Politikern selbst an Bildung mangelt, allen voran Kurt Beck ;-)

The Argument for Hillary

Wednesday, May 14th, 2008

Kristen Breitweiser presents the case for Hillary Clinton - there are several valid points, but I totally disagree with the conclusion. Money quote:

We know what we are getting with Hillary Clinton. We’ve read the label that has been on the box for years. And, yes, we may not like everything about her, but at least we know what we are getting when we support her. There are no surprises, no baggage left unexamined. Hillary has been in the public eye for years. She has a record that can be followed and seen in plain view. We know who she is.

Yes, we have certainly found out who she is in the past few months. She’s been incompetent in running her campaign, repeatedly been blatently dishonest while campaigning, and now chooses to ignore virtually every reputable economist on the planet because she thinks populism might win her the nomination.

Her lack of honor and integrity prevents from seeing any advantage of having her as president over John McCain…

Can it be funny if it is the truth?

Monday, May 12th, 2008

This is very close to the truth - and therefore only somewhat funny…

Hat Tip: Andrew Sullivan

Genetic Discrimination

Monday, May 12th, 2008

Great column in Time Magazine. I’m with Ron Paul on this one, as long as the genetic information is not taken without explicit consent.

Money quote:

In fact, picking stocks or trying to play the cello is a genetic test, to some extent. It’s just one that doesn’t require the drawing of blood. But we can’t outlaw discrimination on the basis of talent. We don’t want to. Discrimination in favor of talent–rewarding a talented cellist over a lousy one–is how we get talent to express itself.

Refering to this example: It is important that the “lousy cellist” is not forced to perform if (s)he does not want to, but it’s perfectly acceptable to judge those who do choose to perform.

Colbert on Gas Tax Holiday

Saturday, May 10th, 2008

Colbert get’s it right…

(Hat Tip: Greg Mankiw)

Hillary = Tracy Flick?

Monday, May 5th, 2008

Just found this on YouTube. “Election” is a great movie and the parallels to the current election campaign are really interesting. See for yourself:

Obama-Clinton = Dream Ticket?

Monday, May 5th, 2008

This is not a new idea, it has been discussed for months. Until now, I was totally against it, as I simply find myself unable to support Hillary Clinton after her behavior in this campaign (see my prior blog about this). However, in yesterday’s Times column, Andrew Sullivan brings up valid reasons why this just might be the right thing to do now.

This scares not just me, but as much as I hate it, the logic behind it is pretty much flawless, and others agree. The question is: Will Hillary go for it, or will she prefer the nuclear option? It’s this kind of behavior which makes me fear another Clinton administration, even though I was quite happy with the last.

It is absolutely unacceptable for Michigan and Florida to tilt the nomination to Hillary - they were told in advance that their delegations would not be seated if they broke the rules - and they broke them anyway. Here’s a quote from Hillary herself (listen in) from October 11th, 2007:

NHPR’s Laura Knoy: “So, if you value the DNC calendar, why not just pull out of Michigan? Why not just say, Hey Michigan, I’m off the ballot?”

Hillary Clinton: “Well, you know, It’s clear, this election they’re having is not going to count for anything”

After hearing that, listen to this:

A very adamant Clinton tells Inskeep that the Michigan results should count, even if Obama’s name did not appear on the ballot.

“That was his choice,” she says. “There was no rule or requirement that he take his name off the ballot.”

This demonstrates how sad it is that she might need to be in the VP slot for Obama to get the nomination and win the general election, but I think Sullivan is right. It’s also the only way I will consider voting for her. If she pulls the nuclear option and seats Michigan and Florida to win the nomination, I am definitely voting for McCain.

Vollbeschäftigung

Wednesday, April 30th, 2008

Note: this blog is in German as it deals with German politics and heavily draws on quotes from German sources.

Mal wieder Zeit für nen deutschsprachigen Blog. Habe heute morgen in einem Aufsatz von Kurt Beck und Frank-Walter Steinmeier in der Süddeutschen folgendes gelesen:

Aber die Anstrengung hat sich für das Land und die Menschen ausgezahlt. An diesem 1. Mai, nach knapp zehn Jahren sozialdemokratischer Gestaltung in der Bundesregierung, können wir mit einigem Stolz sagen, dass wir die Wende zum Besseren geschafft haben. Die Zahl der Arbeitslosen ist auf gut 3,5 Millionen gesunken. Wir sehen sogar gute Chancen, in diesem Jahr zum ersten Mal im vereinten Deutschland wieder eine “Zwei” vor dem Komma zu erreichen. Weil so viele Menschen wie noch nie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, haben sich auch die Sozialkassen wieder solide gefüllt. Im Jahr 2011 wollen wir wieder einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorlegen. Das war zuletzt 1969 der Fall.

Wir Sozialdemokraten waren es, die diese Wende bewirkt haben. Doch die zurückliegenden zehn Jahre sind für uns lediglich die erste Etappe auf dem langen Weg, die Massenarbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen und Sicherheit für die Menschen in einer völlig veränderten Welt zu gewährleisten. Gestärkt durch die Erfolge, sagen wir jetzt: Wir wollen die Arbeitslosigkeit nicht nur bekämpfen - wir wollen sie besiegen. Unser Ziel für das nächste Jahrzehnt ist: Vollbeschäftigung in Deutschland zu guten Löhnen und fairen Arbeitsbedingungen. Und wir wollen nicht nur, dass jeder Mensch in unserem Land gute Aussichten hat, Arbeit zu finden, sondern auch die realistische Chance auf seinen sozialen Aufstieg erhält.

Ich bin immer wieder erstaunt, in der heutigen Zeit von Vollbeschäftigung zu hören - ich frage mich da regelmäßig in welcher Welt diese Leute eigentlich leben?

Ich habe wenig Zweifel dass es einen hohen Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften in Deutschland geben wird, schliesslich heisst es in einer Antwort der Bundesregierung (der Steinmeier direkt angehört, und sowohl Beck als auch Steinmeier berufen sich in ihrem Aufsatz auf die “Erfolge” ihrer Politik in der Bundesregierung) auf eine “Große Anfrage” der FDP Fraktion vollkommen zurecht:

Der Bedarf an gut ausgebildeten Menschen steigt. Vor allem der Bedarf an Hoch- und Fachhochschulabsolventen wird wachsen.

Allerdings steht da direkt dahinter auch:

Ganz anders sieht es bei den gering Qualifizierten aus: Selbst wenn man günstigste ökonomische Rahmenbedingungen zu Grunde legt, werden ihre Chancen auf Beschäftigung deutlich sinken.

Schon im Jahr 2000 waren 14,4 Prozent der Erwerbspersonen gering qualifiziert, (d.h. sie verlassen die Schule ohne weiterführenden Abschluss und besitzen auch keine berufliche Qualifikation). Diese Zahl dürfte inzwischen angestiegen sein.

Beck und Steinmeier scheinen dies größtenteils zu ignorieren, in ihrem Aufsatz finden sich nur wenige Bemerkungen bezüglich gering qualifizierter Arbeitskräfte:

Einen Schlüssel für mehr Beschäftigung, auch für Menschen ohne Hochschulabschluss, sehen wir im Bereich Verkehr und Logistik. Wir müssen dafür sorgen, dass unser Land zu einer Drehscheibe für den weltweiten Güterumschlag wird. So können wir vom wachsenden Welthandel direkt profitieren. Die Eröffnung des DHL-Drehkreuzes am Flughafen Leipzig Ende Mai, das 3500 Arbeitsplätze schafft, ist dafür ein sichtbares Zeichen.

Es wäre in der Tat erfreulich, wenn Deutschland in diesem Bereich stabile Arbeitsplätze für Geringqualifizierte schaffen könnte, aber wieviele neue Arbeitsplätze für diese Erwerbsgruppe sind realistisch?

Beck und Steinmeier:

Unternehmen in Branchen, in denen es bereits an Fachkräften mangelt - beispielsweise im Maschinenbau - richten ihre Strategien bereits nach dieser Logik aus. Dort steigen die Löhne, werden ältere Arbeitnehmer wieder geschätzt oder sogar neue eingestellt; und dort erhalten Mütter und Väter Möglichkeiten, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren.

In Branchen und Regionen ohne Bewerbermangel und ohne tarifliche Absicherung - gerade im Bereich der Geringqualifizierten - erfahren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diese Behandlung häufig nicht. Langjährige prekäre Arbeitsverhältnisse gefährden auch die Absicherung für das Alter. Darum stellen wir Sozialdemokraten uns der Verantwortung, Voraussetzungen für “gute Arbeit” zu schaffen - mit neuen Modellen für längere Erwerbstätigkeit und gleitende Übergänge vom Erwerbsleben in die Rente. Unser Grundsatz lautet: Wer länger arbeitet, muss davon im Alter auch profitieren.

Eine Frage nach dem “Wie?” wird mal wieder nicht ernsthaft versucht - stattdessen gibt es Vorschläge die allesamt nicht neu sind und in 10 Jahren SPD Bundesregierung nicht umgesetzt wurden:

Das erfordert eine Vielzahl zusätzlicher Schritte - zweisprachige Erzieherinnen und Erzieher im Kindergarten, mehr Förderlehrer in der Grundschule, guten Nachmittagsunterricht in Ganztagsschulen, aber auch die Wiedereinführung des Schüler-Bafög und das Recht auf ein gebührenfreies Erststudium. Der soziale Aufstieg dieser Kinder entscheidet auch über die langfristige Leistungsfähigkeit der Sozialsysteme. Wenn möglichst viele Kinder, die heute aufwachsen, im Jahr 2025 als Ingenieure und IT-Spezialisten zu hohen Löhnen arbeiten, stärkt das auch die Sicherheit staatlicher und beitragsfinanzierter Leistungen.

Auch unsere Angebote für mehr Ganztagsbetreuung von Kindern sind Teil einer großen Beschäftigungsstrategie. Denn sie erleichtern konkret die Erwerbsmöglichkeiten von Frauen. Gerade alleinerziehende Frauen, die zu der Gruppe mit dem höchsten latenten Armutsrisiko gehören, können auf diese Weise ein Einkommen erarbeiten und ihre Absicherung für das Alter verbessern. Der technische Wandel verlangt aber auch von den aktiven Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mehr Möglichkeiten und Bereitschaft zu Weiterbildung und Qualifikation - eine Aufgabe für die Tarifpartner, aber auch für uns Sozialdemokraten in gestaltender Verantwortung.

Möglichkeiten zur Weiterbildung und Qualifikation - nun eine Aufgabe für die Tarifpartner? Das nenne ich dreist. Es ist wahr, die Bundesregierung (praktisch egal welche) hat in den vergangen Jahrzehnten im Bildungssektor spektakulär versagt, dafür muss man sich nur die Pisa Studien anschauen. Staatliches Versagen ist der Hauptgrund für den hohen Anteil an Geringqualifizierten in Deutschland - dass es auch anders geht beweist Finnland.

Die Lösung ist recht simpel: einfach beim nächsten mal qualifiziertere Politiker zu wählen! Die SPD ahnt offensichtlich, dass so etwas passieren könnte, daher soll die Verantwortung wohl nun einfach anderen in die Schuhe geschoben werden - den Tarifpartnern. Das ist so schwammig das es tatsächlich klappen könnte. Wir werden sehen ob diese Rechnung bei den Bundestagswahlen nächstes Jahr aufgeht.

Clinton Campaign

Friday, April 25th, 2008

As mentioned this morning, Hillary’s conduct will probably make me vote for McCain if she becomes the nominee after all. I might not agree on many issues with McCain, but I do think he tries to be honest, while she lacks any kind of honour or integrity. If she is elected president, future campaigns will become dirtier than ever before - there has to be a deterrent for her kind of campaigning.

Furthermore, the way she managed her campaign illustrates that she does not have what it takes to be president. With the “Clinton” Brand, name recognition and her fundraising skills, her candidacy should have been a shoe-in. Many people forget that she raised just about as much as Obama in 2007 - he only really started to outperform her in fundraising after winning the Iowa Caucus.

However, she apparently was so convinced that her candidacy was a shoe-in that she did not set up effective ground operations in many states (which she now argues are not important), did not have in-depth policies in place until the Edwards campaign forced her to, and did not incorporate “Change” into her campaign message until she started to listen to what voters are actually looking for.

If there is one word which characterizes her campaign until Super Tuesday, it is “Complacency“. I think we can all agree that we’ve had enough of that in the past few administrations.

There is also a word for her campaign style between Super Tuesday and the Texas and Ohio primaries: “Spin“.

And since those primaries, her campaign switched into a new mode, which can best be described with two words: “Character Assassination“.

The more I think about it, the more I agree with many in the blogosphere that she is using Rovian tactics (as in Karl Rove). We can all see where that got us.

MadTV on McCain

Friday, April 25th, 2008

One year ago, I was supporting Hillary for President. Then Obama’s candidacy slowly swayed me over - I guess Andrew Sullivan played a considerable role in that. Still, for a long time, I would also have welcomed another Clinton presidency. But her conduct during the last few months have convinced me that she is unfit for duty, as she lacks any kind of honor or integrity. I might not agree on many issues with McCain, but I do believe that he does have honor and integrity, therefore he’ll most likely get my vote if Hillary somehow wins the Democratic nomination. But enough serious talk for now - here is an entertaining clip on McCain: